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INNSBRUCK // PIONIERE // SOLO

Ausstellung Plattform 6020

Fördergalerie der Stadt Innsbruck, Amraserstraße 2 / Stadtbibliothek

Eröffnung: 19.5.2021, 16-19 Uhr

Dauer: 20.5.- 3. 7.2021

Öffnungszeiten: Mo - Mi 14–19 Uhr, Do - Fr 10–19 Uhr, Sa 10–17 Uhr

In der Ausstellung PIONIERE zeigt Alexandra Kontriner ihre gleichnamige Werkreihe, die sogenannten Pionierpflanzen gewidmet ist: Pflanzen, die aufgrund besonderer Anpassungsfähigkeit neue, noch vegetationsfreie Gebiete besiedeln. Ein Beispiel ist das „Schmalblättrige Weidenröschen“: Diese aus der Familie der Nachtkerzen stammende Pflanze vermehrte sich stark auf den durch Luftangriffe und Bodenkämpfe entstandenen urbanen Schutt- und Trümmerflächen des Zweiten Weltkrieges. Das zuvor in der Stadt kaum bekannte Weidenröschen erhielt den volkstümlichen Namen „Trümmerblume“.

Typische Habitate für Pionierpflanzen entstehen nach Bränden, Erdrutschen oder Gletscherrückgängen. In der Stadt wachsen sie unter anderem zwischen Pflastersteinen, am Straßenrand oder auf verwilderten Nutzflächen. Sie schaffen geeignete Bedingungen für Folgepflanzen und Insekten, die sich in diesen Gebieten ansiedeln. Im Verlauf der Sukzession werden die konkurrenzschwachen Pioniere durch neue Arten verdrängt.

Bei regelmäßigen Recherchegängen sammelt Alexandra Kontriner solche Exemplare, trocknet und zeichnet sie schließlich mit Bleistift und Aquarellfarbe originalgroß und täuschend echt auf Büttenblätter. Mit hoher zeichnerischer Konzentration entstehen zarte und sinnliche Pflanzen-Porträts mit beeindruckender haptischer Wirkung.


In der Ausstellung kombiniert sie die Pflanzenbilder mit schwarz-weißen Aquarellmalereien von Sukzessionsflächen, die den „Heilungsprozess der Natur“ mit ihren typischen Stauden und Büschen zeigt. Es sind Landschaftsdarstellungen von urbanen Brachen wie dem Areal des ehemaligen Wiener Nordbahnhofs, wo heute Wildpflanzen gedeihen und zahlreiche Insekten und andere Tierarten leben. Als Entwicklungsgebiet sind solche Zonen die Basis der Nahrungskette und bilden damit einen wesentlichen Baustein für die Erhaltung der Diversität. Ein weiterer Effekt: Im Sommer sorgen sie für Abkühlung in den überhitzten Städten und veranschaulichen, wie ohne viel Aufwand die Koexistenz Mensch und Natur funktionieren kann: Natur wird sich überall entfalten, wo der Mensch sie einfach nur zulässt.

Vielen Dank für die freundliche Unterstützung an

Manfred Schönwälder

Bereich Naturschutz & Geoinformationstechnik, Stadt Wien

Andreas Eckelt und Benjamin Wiesmair

Naturwissenschaftliche Sammlungen, Tiroler Landesmuseen

GMUNDEN // UNSER LIEBSTES TIER.

Eine Auseinandersetzung mit dem Tier in der österreichischen Gegenwartskunst

Ausstellung in der Galerie 422

Eröffnung: 8.12.2020, 10-16 Uhr

Dauer: 8.12.2020 - Ende Jänner 2021

Künstler*innen:

Siegfried Anzinger, Christian Ludwig Attersee, Gunter Damisch, Franz Blaas, Alfredo Barsuglia, Herbert Brandl, Dietmar Brehm, Mela Diamant, Christian Eisenberger, Titanilla Eisenhart, Johann Fischer, Karin Frank, Jari Genser, Lena Göbel, Xenia Hausner, Anna Jermolaewa, Ludwig Heinrich Jungnickel, Gudrun Kampl, Franz Kernbeis, Ronald Kodritsch, Peter Kogler, Alexandra Kontriner, Johann Korec, Haruko Maeda, Christa Mayrhofer, Alois Mosbacher, Benjamin Nachtigall, Oswald Oberhuber, Arnulf Rainer, Annerose Riedl, Astrid Rausch, Eva Schlegel, Hubert Scheibl, Daniel Spoerri, Ramona Schnekenburger, Anna Stangl, Deborah Sengl, Oswald Tschirtner, August Walla, Konrad Winter, Erwin Wurm, Stefan Zsaitsits.

INNSBRUCK // CONVERGENCE

Ausstellung der Tiroler Künstler:schaft

Kunstpavillon

Eröffnung: 24.9.2020, 17-21 Uhr

Dauer: 25.9.2020 - 7.11.2020

Künstler*innen:

Jürgen Bauer, Patrick Bonato, Sarah Decristoforo, Christiane Erharter, Christina Hartl-Prager, Bernhard Hetzenauer, Kata Hinterlechner, Alexandra Kontriner, Danijel Milivojević, Reinhold Neururer, Lucas Norer, Hannah Philomena Scheiber, Martin Schlögl, Richard Schwarz, Michaela Schwarz-Weismann, Annelies Senfter, Maria Walcher, Janine Weger, Katharina Zanon

RIVA DEL GARDA //

A SENTIMENTAL LANDSCAPE

Museo Alto Garda (MAG)

Piazza Cesare Battisti, 3/A, 38066 Riva del Garda TN, Italien

Dauer: 14.8.2020 - 8.11.2020

„Ich befinde mich nun wirklich in einem neuen Lande, in einer ganz fremden Umgebung“. So schreibt Johann Wolfgang von Goethe, als er am 12. September 1786 den Gardasee erreicht. Parallel zur Ausstellung „Goethes italienische Reise. Eine Hommage an ein Land, das es niemals gab“ im Innsbrucker Ferdinandeum präsentieren die Tiroler Landesmuseen im Museo Alto Garda (MAG) eine Auswahl aus ihren Sammlungen.

Ausgehend von der Analyse von Darstellungen aus dem 18. und 19. Jahrhundert wagt die Ausstellung einen umfassenderen Diskurs über die Konstruktion der Landschaft, über den Bruch mit den Stereotypen im 20. Jahrhundert und ihre bewusste individuelle Aufarbeitung in der Arbeit von Künstlerinnen und Künstlern der Gegenwart.

Künstler*innen:

Alterazioni Video, Luca Coser, Gerhild Diesner, Jeanne Faust / Jörn Zehe, Ursula Groser, Martin Kippenberger, Alexandra Kontriner, Artur Nikodem, Alessandro Piangiamore, Lois Weinberger sowie

Johann Wolfgang von Goethe, Angelika Kauffmann, Pietro Marchioretto und Franz Edmund Weirotter.

FÖRDERPREIS // RLB KUNSTPREIS 2020

Hauptpreis:

Oliver Laric

Förderpreise:

Gregor Sailer

Alexandra Kontriner

ehem. RLB Kunstbrücke Innsbruck

Ausstellung: 17.6.2020 - 3.7.2020

Künstler*innen:

Veronika Abigail Beringer, Markus Bacher, Marie Blum, Maria Köfler, Alexandra Kontriner, Vanja Krajnc, Oliver Laric, Ilona Rainer-Prantner, Gregor Sailer, Patrick Roman Scherer, Martin Schlögl, Benjamin Zanon.

INTERVIEW // RADIO KLASSIK

Sie sind abstoßend und faszinierend zugleich: die tote Fliege, der Laufkäfer mit abgerissenem Bein, der Schmetterling mit dem zerrissenen Flügel. Die Künstlerin ALEXANDRA KONTRINER hat sie gezeichnet – detailgetreu und in Originalgröße. Dabei geht es ihr um mehr als um Perfektion: „Das Leben ist filigran und zerbrechlich, schön und vergänglich“, sagt sie.
 

Eine Lebenswege-Sendung von Stefanie Jeller.