Förderpreis für zeitgenössische Kunst des Landes Tirol 2022

Stefan Klampfer, Alexandra Kontriner, Kathrin Stumreich

UPCOMING // Wien // Art Vienna

Art Vienna mit Galerie Trapp

Orangerie Schönbrunn, Schönbrunner Schlossstraße 47, 1130 Wien

Öffnungszeiten: 16. bis 18. September 2022, 11:00-19:00 Uhr

UPCOMING // Salzburg // Pioniere II (solo)

Galerie Trapp

Griesgasse 6 | 1. Stock, 5020 Salzburg

Eröffnung: Fr, 21.10.2022, 19 Uhr

Dauer: 22.10.2022 - 14.1.2023

Wien // Muta Natur

Künstlerhaus Wien, Factory

Karlsplatz 5, 1010 Wien

Eröffnung: 6.4.2022, 18-21 Uhr

Dauer: 7.4. - 1.5.2022

Öffnungszeiten: Mo-So 10-18 Uhr

„In ihrem Spiel mit der Wirklichkeit lässt muta natur offen, wo Mensch endet und Natur beginnt oder ob diese Frage sich schlüssig beantworten lässt. …
… erzeugt sie Momente der Täuschung, der Verführung und des Schocks, konstruiert aus natürlichem Material Künstlichkeiten, renaturiert die Kunst, inszeniert Natur, interveniert, manipuliert, imitiert und scheitert.
… macht sich der*die Künstler*in klein, bedient sich geschickt und wissbegierig ebenso des Mikroskops des*der Entomolog*in wie des Skalpells des*der Anatom*in, um das Unscheinbare und Flüchtige zur Epochenwürdigkeit zu erheben…“

Anthropozän: erste Reihe fußfrei


Kuratiert von Maria Grün und Anna Werzowa

Mit Arbeiten von: Bernadette Anzengruber, Catharina Bond, Vito Baumüller, Regula Dettwiler, Sebastian Gärtner, Gelitin, Eva Grün, Maria Grün, Daniel Hafner, Alexandra Kontriner,  Roland Maurmair, Niki Passath, Lea Titz, Manfred Unger, Anna Werzowa, Christa Sommerer & Laurent Mignonneau

Innsbruck //
37. Österreichischer Grafikwettbewerb

Ausstellung Taxispalais Kunsthalle Tirol

Maria-Theresien-Straße 45, 6020 Innsbruck

Eröffnung: 21.10.2021, 19 Uhr

Dauer: 22.10. - 9.1.2021

Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr, Sa, So 11-18 Uhr, Do 11-20 Uhr

Preisträger_innen:

Preis des Landes Tirol: Maria Hahnenkamp
Preis des Landes Südtirol: Margarethe Drexel
Preis der Landeshauptstadt Innsbruck: Karo Kuchar
Preis des Georg und Alice Eisler – Fonds für bildende Künstler und Komponisten: Brigitte Thonhauser-Merk
Preis der Bundeshauptstadt Wien: Angelika Wischermann
Preis des Landes Niederösterreich: Karin Ferrari
Preis des Landes Oberösterreich: Lois Salcher
Preis des Landes Vorarlberg: Nora Schöpfer
Preis des Landes Kärnten: Anna Khodorkovskaya
Preis des Landes Burgenland: Zora Fuhrmann
Preis der Raiffeisen-Landesbank Tirol AG: Darja Shatalova

Ankäufe des Landes Tirol: Alexandra Kontriner, Elisabeth Reichegger, Renate Egger, Katharina Hölzl, Matthias Krinzinger

Innsbruck // Pioniere / solo

Ausstellung Plattform 6020

Fördergalerie der Stadt Innsbruck, Amraserstraße 2 / Stadtbibliothek

Eröffnung: 19.5.2021, 16-19 Uhr

Dauer: 20.5.- 3. 7.2021

Öffnungszeiten: Mo - Mi 14–19 Uhr, Do - Fr 10–19 Uhr, Sa 10–17 Uhr

In der Ausstellung PIONIERE zeigt Alexandra Kontriner ihre gleichnamige Werkreihe, die sogenannten Pionierpflanzen gewidmet ist: Pflanzen, die aufgrund besonderer Anpassungsfähigkeit neue, noch vegetationsfreie Gebiete besiedeln. Ein Beispiel ist das „Schmalblättrige Weidenröschen“: Diese aus der Familie der Nachtkerzen stammende Pflanze vermehrte sich stark auf den durch Luftangriffe und Bodenkämpfe entstandenen urbanen Schutt- und Trümmerflächen des Zweiten Weltkrieges. Das zuvor in der Stadt kaum bekannte Weidenröschen erhielt den volkstümlichen Namen „Trümmerblume“.

Typische Habitate für Pionierpflanzen entstehen nach Bränden, Erdrutschen oder Gletscherrückgängen. In der Stadt wachsen sie unter anderem zwischen Pflastersteinen, am Straßenrand oder auf verwilderten Nutzflächen. Sie schaffen geeignete Bedingungen für Folgepflanzen und Insekten, die sich in diesen Gebieten ansiedeln. Im Verlauf der Sukzession werden die konkurrenzschwachen Pioniere durch neue Arten verdrängt.

Bei regelmäßigen Recherchegängen sammelt Alexandra Kontriner solche Exemplare, trocknet und zeichnet sie schließlich mit Bleistift und Aquarellfarbe originalgroß und täuschend echt auf Büttenblätter. Mit hoher zeichnerischer Konzentration entstehen zarte und sinnliche Pflanzen-Porträts mit beeindruckender haptischer Wirkung.


In der Ausstellung kombiniert sie die Pflanzenbilder mit schwarz-weißen Aquarellmalereien von Sukzessionsflächen, die den „Heilungsprozess der Natur“ mit ihren typischen Stauden und Büschen zeigt. Es sind Landschaftsdarstellungen von urbanen Brachen wie dem Areal des ehemaligen Wiener Nordbahnhofs, wo heute Wildpflanzen gedeihen und zahlreiche Insekten und andere Tierarten leben. Als Entwicklungsgebiet sind solche Zonen die Basis der Nahrungskette und bilden damit einen wesentlichen Baustein für die Erhaltung der Diversität. Ein weiterer Effekt: Im Sommer sorgen sie für Abkühlung in den überhitzten Städten und veranschaulichen, wie ohne viel Aufwand die Koexistenz Mensch und Natur funktionieren kann: Natur wird sich überall entfalten, wo der Mensch sie einfach nur zulässt.

Vielen Dank für die freundliche Unterstützung an

Manfred Schönwälder

Bereich Naturschutz & Geoinformationstechnik, Stadt Wien

Andreas Eckelt und Benjamin Wiesmair

Naturwissenschaftliche Sammlungen, Tiroler Landesmuseen

  • Instagram Social Icon